Late Adopter, das hatten wir ja schon. Macht nix, hier ist meine Liste.
Inspiriert von
Don Dahlmann,
Anke,
Kaltmamsell.
[
fett: bereits gelesen,
kursiv: habe/hatte ich noch vor]
1.
Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
Auf Englisch gelesen, geliebt. Großartige Sprache. Witziger Nebeneffekt: immer wenn ich was nicht verstand, konnte ich den Mann fragen. Seine Standardantwort dabei: "Lies mir mal den Satz vor, dann sage ich dir, was da gerade los ist." Es stimmte immer.
2.
Die BibelÄh. Ja. Hab ich im Regal. Nicht gelesen. Kann nur das "Zitat" aus Pulp Fiction: "Ezekiel 25:17. The path of the righteous man is beset on all sides..." Kennt jeder.
3.
Die Säulen der Erde, Ken Follett
Gekauft, angefangen, nach einer Seite weggelegt. Seitdem vegetiert es im Regal. Vielleicht lese ich's ja irgendwann mal, in einem langen und langweiligen Urlaub.
4.
Das Parfum, Patrick Süskind
Geliebt. Film noch nicht gesehen.
5.
Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
In der Oberstufe im Französisch-LK gelesen. Die Zeichnung des verschlungenen Elefanten mochte ich am liebsten. Meine Mutter liebt es.
6.
Buddenbrooks, Thomas Mann
One fine day...
7.
Der Medicus, Noah Gordon
Hab ich im Regal stehen. Irgendwann.
8.
Der Alchimist, Paulo Coelho
Im Mexiko-Urlaub in der Tauchschule des Mannes entdeckt, schnell angefangen und für den selben Nachmittag mit nach Hause genommen, am nächsten Tag zurückgebracht. Bis auf das Ende schön. Das Ende entlockt mir ein "Lame..."
9.
Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
Meine Freundin las das damals, ich wußte nix darüber und habe mich leiten lassen. Ich bereue es bis heute nicht.
10.
Die Päpstin, Donna W. Cross
Ich mag ja alles, was der katholischen Kirche eins in die Fresse haut.
11.
Tintenherz, Cornelia Funke
Interessiert mich schon, ich warte bloß aufs Taschenbuch. Ist es schon draußen?
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
Nicht mal den Film gesehen. Lohnt das eigentlich?
14.
Der Vorleser, Bernhard Schlink
Sehr schönes Buch. Wollte den Film mit der
Elfe zusammen sehen, hat sich nie ergeben.
15.
Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
Als Reclamheft über einige Wochen hinweg vor gar nicht allzu langer Zeit in der Bahn verschlungen.
16.
Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
Auf Deutsch ging's gar nicht, auf Englisch schön, aber nichts, was mich aus meiner Bahn geworfen hätte. Die deutsche Ausgabe sofort weiterverschenkt.
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19.
Illuminati, Dan Brown
Das zweite Buch von Dan Brown, das ich gelesen habe. Sakrileg war das erste, und das mochte ich mehr (weil's der erste Eindruck war? Keine Ahnung, vielleicht.)
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21.
Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
So wie die anderen Potter-Bücher auch.
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
Ich glaube, das habe ich mal angefangen. Ich kann mich nicht mal erinnern, ob ich es wirklich (oder zu Ende) gelesen habe. Ich erinnere mich an kilometröse verschachtelte Sätze. Den Film mit Christoph Eichhorn (damals mein Schwarm) habe ich geliebt, würde ich heute noch gern sehen. Ich mag die Atmosphäre im Sanatorium.
23.
Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
Haaa, Liebe meiner Jugend. Also nicht
Rhett Butler so wie Frau Gröner, sondern der Sezessionskrieg. Den habe ich mir damals, mit ungefähr 17, bücherweise einverleibt.
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26.
Die unendliche Geschichte, Michael Ende
Hab ich gelesen, erinnere mich nicht wirklich ans Buch. Film ist weit präsenter.
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28.
Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
Auch hier late adopter, aber ich fand's sehr schön. So schön, daß ich mir nach Beendigung die englische Fassung gekauft habe. Und sämtliche Fortsetzungen.
29. Narziß und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33.
Homo faber, Max Frisch
Eines meiner Lieblingsbücher. In der zehnten Klasse im Deutschunterricht durchgekaut, was mir beim Verständnis sehr geholfen hat, später nochmal ausgeliehen (das war die Zeit, als ich mir alle Bücher auslieh statt sie zu kaufen; ein Zustand, den ich heute ein klein bißchen wieder anstrebe) und erneut verschlungen. Ich liebe es noch immer. Trotz der Verfilmung und der damit verbundenen Hype-isierung. Film war nicht schlecht. Aber Film eben.
34.
Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
Noch eins meiner absoluten Lieblinge. Wird mit Vorliebe verschenkt. In diesem Fall nicht um es loszuwerden, sondern um diese wertvolle Perle mit anderen zu teilen. Was habe ich John Franklin und seine Unbeholfenheit geliebt...
35.
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
"There's only one problem: he doesn't like my hat." OK, zugegeben, das ist aus dem Film, aber ich glaube, der hat mir auch ein kleines bisschen mehr gefallen als das Buch. Nichtsdestotrotz mußte ich danach noch mehr Bücher von Kundera lesen, von denen mich "Der Scherz" am meisten beeindruckt hat. Weil ich wusste, wovon er da redet. Leider.
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
Bei Márquez bin ich mir nicht sicher: war Thema in der Uni, aber habe ich das wirklich gelesen? Anscheinend verschlungen und nicht viel behalten. Irgendwas mit Macondo und Buendía hovert noch im Hinterkopf, es könnte aber auch
irgendein Buch von ihm sein...
37. Owen Meany, John Irving
Eins der wenigen (älteren) Bücher von Irving, die ich nie gelesen hab.
38.
Sofies Welt, Jostein Gaarder
Steht seit geraumer Zeit im Regal, ich komm bloß nicht dazu es zu lesen, weil ich immer spannenderen Büchern den Vortritt gebe.
39.
Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
Als ich nach Deutschland kam, lief die BBC-Serie gerade im Fernsehen. Ich nix Deutsch damals. Später dann das Buch bei Freunden ausgeliehen.
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41.
Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
Ich weiß nicht mehr, was mir damals daran nicht gefallen hat. Mittlerweile mag ich es. Die Übersetzung des Titels hat mich immer empört, bis ich Irving einmal selbst im Thalia Theater sah und er erklärte, daß diese durchaus mit ihm abgesprochen war. Muss immer schmunzeln, wenn ich an die Regeln im Ciderhaus denke, die die Arbeiter nie lesen konnten...
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
Auch hier wieder eins der Márquez-Bücher, von denen ich nie weiß, ob ich sie gelesen habe oder nicht. Kann sein.
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45.
Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
Noch eins aus der Lieblingslektüreliste. Als Kind den Film gesehen, als Teenager das Buch verschlungen, nochmal den Film geguckt. Ich liebe es noch immer.
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48.
Die Blechtrommel, Günter Grass
Das kam meinem Faible für dicke Wälzer sehr entgegen. Und ich fand's großartig. Die Sprache allein... Ach ja, und ein herzliches "Scheißmemmen!" an all diejenigen, die mir nichts anderes zu entgegnen wussten (wenn sie mich mit dem Buch vor der Nase sahen) als: "Iiieh, ich hab den Film gesehen! Widerlich, die Szene mit dem Pferdekopf!" Diese Reduzierung eines großen Werkes auf eine (!) Szene... pffft.
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50.
Der Schwarm, Frank Schätzing
Ein bisschen lang, aber sehr interessante Gedanken bei. Das Ende hat mir besonders gefallen. Kann seitdem nicht aufhören, an das bei Menschen fehlende kollektive Bewusstsein zu denken. Was manchmal auch ganz gut ist.
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52.
Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
Schön düster. Der zweite Teil war lahm, der dritte endlich spannend. Harrys Patenonkel - schöne Überraschung.
53. Momo, Michael Ende
Hab ich oder hab ich nicht? Unsicher. Auf jeden Fall den Film gesehen und weiß worum es geht. Da ich mich aber momentan nicht an das Ende erinnern kann, liegt der Verdacht nahe, dass ich es doch nicht gelesen habe.
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55.
Traumfänger, Marlo Morgan
Aus welchen Gründen auch immer damals gekauft und gelesen. Schreibstil mehr als nervig. Später konnte ich mehr damit anfangen.
56.
Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
Tut mir leid, aber damit konnte ich überhaupt nichts anfangen. Ich habe es vielleicht zu spät gelesen und eben nicht als Teenager, das ist vielleicht der Grund. Sagt(e) mir nichts.
57.
Sakrileg, Dan Brown
Mein Erstes von Dan Brown und mein Liebstes.
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65.
Das Hotel New Hampshire, John Irving
Das ist mein liebstes Buch von John Irving. Wälzer kam damals noch aus der Bücherhalle, ich las es in der Bahn, im Bett, auf dem Klo... wo immer ich konnte. Gleichzeitig hörte ich eine Best Of-Kassette von Rod Stewart in Schleife auf dem Walkman, so daß "Maggie May", "I don't want to talk about it" und "The first cut is the deepest" für eine ziemlich lange Zeit pawlowesk mmiteinander verbunden waren.
66.
Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
Steht in einer schönen Box im Regal. Zusammen mit Anna Karenina und Auferstehung. (Auferstehung? Nie gehört...)
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69.
Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70.
Tagebuch, Anne Frank
Selbstverständlich.
71.
Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
Ach Gott, eines dieser Bücher, die man als liebeshungriges junges Ding verschlingt. Ja, ich mochte es, es hat damals meine Fantasie beflügelt. Film war lahm. Heute würde es mir wahrscheinlich nicht mehr gefallen.
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75.
Was ich liebte, Siri Hustvedt
Steht im Regal.
76. Die dreizehn Leben des Käptn Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78.
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
Schönes, kleines, nettes Buch. Das Ende mochte ich nicht. Der Soundtrack ist schön. (Oh Gott, das klingt ja wie "Die Soße war ganz zart...")
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
Das habe ich glaube ich mal verschenkt. Ohne es selbst gelesen zu haben.
82.
Garp und wie er die Welt sah, John Irving
Eines der drei Irving-Klassiker, die ich sehr mochte. Das dritte ist "The Water-Method Man". Habe ich schon mal erzählt, daß mir verrückte Helden und Geschichten sehr sympatisch sind?
83.
Die Sturmhöhe, Emily Brontë
Auf Englisch gelesen. Kann den Hype darum nicht verstehen, Geschichte und deren Sinn hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Was? Wer? Warum? Aber... egal.
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
Eines dieser Weiberschnulzen, die ich nie-nie-nie lesen würde. #shudder
85.
1984, George Orwell
Ein Muß. Ende 1984 aus der Bücherhalle ausgeliehen (ja, ich weiß, ich wiederhole mich) und innerlich geheult, weil es damals schon wahr war. Und heute noch mehr.
86.
Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
Keine Ahnung, warum ich mir das gekauft hatte. Langeweile wahrscheinlich. Oder mir stand ein Flug ohne Lektüre bevor. Niedliches Buch. Gar nicht mal so schlecht.
87. Paula, Isabel Allende
88.
Solange du da bist, Marc Levy
Argh, ja, das habe ich gelesen. Zeitverschwendung. Sehr schlechtes Buch.
89. Es muß nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
Wartet auf mich.
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95.
Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
Fand meine Übersetzung scheiße, habe mich aber durchgequält. Dieses Buch verdient eine bessere Übersetzung mit mehr Seele.
96.
Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
Ganz groß, muß man gelesen haben. Irgendwann hole ich mir die neue Übersetzung "Verbrechen und Strafe", die soll weit besser sein. Näher am Original. Der Titel ist es jedenfalls.
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood
Ich war am Wochenende beim
Rock im Park-Festival in Nürnberg. Nach 22 Jahren endlich mal wieder auf einem großen Musikfestival. Geil*, kann ich da nur sagen. Einfach geil.
Ich rate jedem, der dahin will, den Freitag UND den Montag drauf freizunehmen, sonst schockt das null. Die Campingplätze auf den Festivals sind seit Donnerstag morgen 8.00 Uhr offen, da kann es durchaus sein, dass man - so man erst am Freitag nach Feierabend fährt - keinen anständigen Platz mehr bekommt. Wir waren Freitag Mittag da und konnten schon nicht mehr dort unser Zelt aufschlagen, wo wir es gern getan hätten (mitten im
Colosseum). Und den Montag --- nun ja, ist doch klar, man will ja die besten Bands nicht verpassen, gell?
Ich habe gefühlte 90% der Bands nicht gesehen, die ich unbedingt sehen wollte (Reamonn, Madness, Milow, 2raumwohnung, Basement Jaxx, Polarkreis 18, Selig, Juliette Lewis, Placebo), dafür aber Bands genossen, die ich auf keinen Fall sehen wollte (Marily Manson, Korn, Machine Head, Prodigy) - und ich bereue es nicht.
Genial war die Show und vor allem die Action im Zuschauerraum bei Prodigy, der Band, die ich seit Jahren hasse, die ich aber sehr froh bin, gesehen zu haben. Mir kleinem, wohlbehütetem Dorfkind ist das Abrocken vor der Bühne ein Fremdbegriff. Ich wusste zwar, dass Zuschauer (meist junge Männer) sich bei Rockkonzerten gerne ins Getümmel stürzen und pogen (schreibt man das so?), aber das kannte ich nur an einer Stelle zentral vor der Bühne. Ich wurde eines Besseren belehrt (oder vielleicht haben sich die Gewohnheiten ja auch ein wenig verändert seit ich das letzte Mal in einem Rockkonzert war): es werden in der Menge Kreise gebildet, indem man die Leute beiseiteschiebt. In diesen Kreisen wird der Reigen getanzt (alle im Kreis hintereinander) oder gemosht (wildes Herumspringen oder -tollen, wobei die am Rand stehenden die im Kreis Moshenden immer wieder in den Kreis zurückstoßen). Man lernt nie aus,
hier und
hier steht was dazu (für alle über 30-Jährigen, die das, so wie ich, nicht wussten).
Es war absolut faszinierend mitanzusehen, wie friedvoll die Menge miteinander umging (das kannte ich nicht, empfand ich das Pogen doch früher als eher aggressiv), wie sich die Leute nach den Schubsereien immer wieder liebevoll und freundlich zulächelten, als hätten sie sich gerade gegenseitig über die Straße geholfen. Zum Teil wurden die Kreise auch für besondere Performances geöffnet, damit sich einige Wenige mit ihrem eigenen Tanz- und Mosh-Stil austoben konnten. So sah ich einmal zwei Mädchen, die recht aufreizend tanzten und sich am Ende - zur Freude aller männlichen Umstehenden - auch noch küssten. Bei einem anderen Song hockten sich alle in den Kreisen auf den Boden, um dann, bei einer bestimmten Stelle, plötzlich aufzustehen und weiterzumoshen. Ich muss sagen, auch wenn ich gerade wie meine eigene Oma klinge, ich war beeindruckt - und möchte das auf keinen Fall verpasst haben.
Nach dem Prodigy-Gig kam es zu dem, was ich das ganze Wochenende befürchtet und mit dem ich zwar gerechnet hatte, aber nicht in dem Ausmaß: der Himmel kam herunter. Innerhalb von zehn Minuten regnete es die gesamte Menge Wasser, die in Afrika für Monate für eine fette Ernte sorgen könnte. Trotz allen Regenschutzes waren wir bis auf die Knochen durchnässt, was später sehr kalt wurde. Da ich, so schnell wie der Regen kam, nicht alles anziehen konnte, was ich mir um die Hüfte gebunden hatte, musste ich später auf einige Pullis verzichten, denn die Ärmel waren nass geworden.
Beim Jan Delay-Konzert machte mir das nichts, denn ich stand vor dem Wellenbrecher in der Menge und hätte die Beine einziehen können und wäre trotzdem nicht runtergefallen - und da war es schön warm mit all den anderen heißen, schwitzenden, springenden Leibern um mich herum. Aber später, als ich bei Mando Diao mich an den Rand des FCFS**-Bereichs zog und mich mit wehen Füßen an den Absperrzaun lehnte, wurde mir doch
etwas arschkalt.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich überlege schon, wo ich als nächstes hinfahre (
Hurricane?
Roskilde?
V Festival?) und was ich fürs nächste Jahr
RiP alles noch kaufen muss. Aber ich bemängele auch einiges: zum Beispiel, dass die Wege von den Zeltplätzen zu den Bühnen so lang sind. Oder dass man nicht am gleichen Ort parken und zelten kann (ich erinnere mich an 1986, da war das Auto gleich neben unserem Zelt). Oder dass an der Center Stage die Musik viel zu leise war und man eher die "Louder!"-brüllenden Fans als die Bands hören konnte. Oder dass es drei Bühnen gibt, die man häufig nicht erreichen kann, weil die Wege entweder zu voll sind oder die Zugänge abgesperrt wurden. Wir hatten es einige Male, dass Leute von uns auf die Dixies gegangen waren und nicht mehr reinkamen, weil alles abgesperrt war. Auch das habe ich von 1986/1987 anders in Erinnerung: es gab nur eine Bühne (meinetwegen in links und rechts eingeteilt), auf der alternativ gespielt wurde. So hatte man keine Wege zwischen den Acts zu gehen, alles war leichter zugänglich.
Seit Mitte-Ende der 90er gibt es mehrere Bühnen, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Kann ich verstehen, ist aber eben schwerer zu erreichen. Die Club Stage haben wir zum Beispiel bis zum Ende nicht gefunden, und dort hätten durchaus interessante Leute gespielt.
So, ich hör mir jetzt nochmal Prodigy und Limp Bizkit an und geh dann ins Bett. Gute Nacht.
Hier ist mein Festival-Bändchen, das noch ne Weile dranbleibt, hab ich beschlossen ;) (Wieso kann ich kein Twitpic-Bild hier einbinden???)
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*) Naja, auch das muss zu denn 22 Jahren passen, ich bin schließlich ein Kind der Achtziger ;-)
**) First Come, First Serve :D